Die wichtigsten Regeln für Trader

Über einiges sollte man sich klar sein, bevor man größere Vermögensteile riskiert oder gar daran denkt, seinen Lebensunterhalt als Trader zu verdienen:

Egal was Ihnen erzählt wird oder wie logisch manche Überlegungen auch erscheinen: Es ist unmöglich die Zukunft vorherzusagen.

Das trifft im vollen Umfang auch auf den morgigen Kurs und damit auf den Erfolg eines Trades zu. Halten Sie sich daher an folgende Regeln.

Legen Sie sich eine Strategie zurecht, die zu Ihnen passt und halten Sie sich daran.

Es ist ja sinnlos, sich über Einstieg, Ausstieg und folgende Handelsschritte den Kopf zu zerbrechen, wenn man dann die klugen Berechnungen außer Acht lässt und improvisiert. Praktisch alle Broker bieten weit reichende Ordermöglichkeiten wie die IfDone Orders, die es ermöglichen Stop Loss, Take Profit und Trailing Stop im Vorhinein strategiekonform festzulegen. Das erleichtert die Einhaltung der Strategien und macht auch ständiges in den Monitor Starren (was ohnehin nur nervös macht) überflüssig.  Nicht jede Persönlichkeit ist für jede Strategie geeignet. Konträrste Grundhaltungen bei Strategien wie Antizyklik und Trendfolge, Daytrader oder Optionsschreiber bedingen unterschiedliche persönliche Eigenschaften.

Wichtigster Teil Ihrer Strategie muss das Moneymanagement und die Risikokontrolle sein. Die seit den 80er Jahren so erfolgreichen Trendfolger (Turtle Trading sehr interessante Seite) Turtletrading stützen sich auf ein Moneymanagement, das es auch ermöglicht, bei einer Trefferquote von unter 50% Gewinne zu machen.

Akzeptieren Sie Verluste und nehmen Sie Gewinne an.

An Gewinnmitnahmen ist noch niemand Bankrott gegangen. Verluste gehören zum Geschäft. Wenn man Verluste persönlich nimmt und dazu neigt sich in den Markt zu „verbeißen“, sollte man einen anderen Beruf wählen.

Es ist absolut unmöglich, immer am tiefsten Punkt einzusteigen und am höchsten glattzustellen.

Handeln Sie nur Instrumente, die Sie auch verstehen.

Jedenfalls sind vor einem Markteinstieg die Produktbeschreibungen und die Emissionsbedingungen genau zu studieren. Beachten Sie, vor allem bei den sehr aktuellen strukturierten Produkten und bei CFDs, auch das Emittentenrisiko.

Suchen Sie den für Sie passenden Broker.

Nicht nur die Kosten spielen eine Rolle. Auch welche Märkte Sie bearbeiten wollen, ist wichtig. Viele Onlinebroker haben nur ein eingeschränktes Angebot mit vielen Eigenprodukten. Wenn Sie auch Optionsstrategien verwenden wollen, unbedingt vorher die möglichen Instrumente prüfen.

Weiters ist auch Ihre steuerliche Situation ausschlaggebend. Broker mit Sitz im Ausland haben oft Abrechnungsmethoden oder Vorabzugssteuern, die nur mühsam mit Ihrem Steuersystem in Einklang zu bringen sind oder komplizierte Steuererklärungen erfordern, was bei hunderten Handelsschritten teuer werden kann.

Mehr dazu im Brokervergleich.

Setzen Sie Leverage ein, aber überlegen Sie sich genau, welche Auswirkungen das auf Ihre Reserven hat.

Der Punkt gehört natürlich zum Moneymanagement und zur Risikokontrolle, aber man sollte sich sehr gut überlegen, welche Vermögensteile man im Extremfall einsetzen kann. Wenn man eine Position – natürlich optimistisch – eingeht, scheinen einem Reserven als ausreichend, die schnell weg sind, wenn der Markt gegen einen läuft.

Eine alte Regel besagt: „Wenn man schlecht schläft, ist man nicht schlecht positioniert, sondern zu groß unterwegs“.

Gerade wenn man beschließt, seinen Lebensunterhalt mit Trading zu verdienen, tendiert man dazu, zu große Vermögensteile als Reserven einzurechnen.