Der richtige Broker

Hat man sich einmal dazu entschlossen nicht nur sein Geld zu lagern, in der Hoffnung, dass es von selber mehr wird, sondern durch aktives Traden selber Einfluss auf die Entwicklung des eigenen Portfolios zu nehmen, muss man zuerst den richtigen Broker finden.

Was ist besonders zu beachten

Sicherheit

Wo ist der Broker zu Hause und welchen Regeln unterliegt er, sind meine Guthaben durch eine Einlagensicherung oder gleichwertige Versicherungen abgesichert? Gibt es eine sichere Internetverbindung? Wie werden Ein- und Auszahlungen gehandhabt?

Die Kosten

Die Kosten sind natürlich zu berücksichtigen. Sie haben eine direkte Auswirkung auf den Handelserfolg und auf die möglichen Handelsschritte. Es sollten keine oder nur geringe Depotgebühren, keine Ordergebühren und nur geringe Handelsspesen anfallen. Weiters sind Gebühren für Dividendenzahlungen üblich, die allerdings für den klassischen Trader weniger Rolle spielen. Mehr ins Gewicht fallen da die Zinsen, die auf den gehebelten Teil des Handelsvolumens verrechnet werden. Diese täglich verrechneten Kosten können den Handelserfolg deutlich beeinflussen.

Die Handelsplattform

Natürlich ist die gebotene Handelsplattform, der Arbeitsplatz des Traders, von entscheidender Bedeutung. Vor allem für Einsteiger sollte er eine informative übersichtliche Oberfläche bieten, die hilft, die richtigen Handelsentscheidungen zu treffen. Gute Instrumentenauswahl und Analysetools sollten ebenso wenig fehlen wie Realtimekurse. Umfangreiche Ordermöglichkeiten, die die Umsetzung aller Strategien ermöglichen, sollten selbsverständlich sein. Meistens wird ein kostenloses Demokonto angeboten, und es gibt Videos und Anleitungen, um die Plattform kennenzulernen. Ein guter Support ist ebenfalls wichtig, da am Anfang irgendetwas immer „nicht funktioniert“. Zuletzt sollten die Dokumentation und die Abrechnung übersichtlich, transparent und genau sein.

Das gebotene Programm

Manche Broker sind auf Spezialgebiete beschränkt, bieten überwiegend hauseigene Produkte an oder haben ganze Assetklassen gar nicht im Programm. Das schadet nicht, wenn man ohnehin nicht vor hat, diese Märkte zu bearbeiten. Jedenfalls sollte man genau überprüfen, auf welche Märkte man Zugang bekommt und ob sich damit die eigenen Pläne verwirklichen lassen.

Steuer

Je nach Sitz des Brokers werden die anfallenden Gewinne anders behandelt. Für österreichische Trader kann es sehr aufwendig werden, wenn sie ihre Gewinne selber versteuern müssen. Manche Broker bieten die automatische Versteuerung der Erträge an, was wiederum in manchen Fällen auch nicht die beste Variante ist, da es noch anrechenbare Verluste aus anderen Geschäften geben kann oder die Versteuerung zum Einkommenssteuersatz günstiger ist. Weiters gilt es, die Vorabzugssteuern, die in manchen Ländern auf Dividenden oder Zinsen einbehalten werden, zu berücksichtigen. Man sollte auf jeden Fall die eigene Situation mit einem Steuerberater klären.

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